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| Kurzbeschreibung: | "... Ich weiß Kleines von Großem soweit zu unterscheiden, daß ich mich neben Hölderlin als kleinen Stümper fühle, aber ich liebe ihn, neben Mörike, unter den Lyrikern vor allem. Ein Zeugnis davon lege ich Ihnen bei."
So schreibt Hermann Hesse im September 1913 an Erwin Ackerknecht - das erwähnte "Zeugnis" ist die Novelle Im Presselschen Gartenhaus. In der Erzählung aus dem alten Tübingen zeigt Hesse den verehrten Dichter zusammen mit den Studenten Eduard Mörike und Wilhelm Waiblinger. Drei Dichter, Zöglinge des Tübinger Stifts, alle drei zur Laufbahn des evangelischen Theologen bestimmt. Mörike und Waiblinger begegnen uns als junge Männer im Aufbruch, auf der Suche nach einer ihnen gemäßen Lebensform, Hölderlin dagegen als Gebrochener, Kranker, gut dreißig Jahre Älterer, der "in seiner toten Dämmerung" dahinlebt, wie es am Ende heißt. Begegnung, Selbstdarstellung, Verstehenwollen und schicksalhaftes Verstummen. "Wenn einer in den Spiegel siehet" - sehen sie im Gegenüber ihr eigenes Bild? Und welches Bild sieht Hesse?
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